Vortrag beim Endokrinen Kreis in Wien - Neue Wege in der Behandlung von Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses

Frau hält die weibliche Gebärmutter

Im Rahmen der Jubiläumstagung „Endokriner Kreis“ in Wien, die heuer ihr 25-jähriges Bestehen feierte, hielt Prim. DDr. Burghard Abendstein einen eingeladenen Vortrag zu einem besonders praxisrelevanten Thema: der schonenden Behandlung von Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses. Die Tagung zählt zu den renommiertesten Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum im Bereich Hormone und Frauengesundheit.

Vorstufen erkennen und rechtzeitig behandeln

Im Zentrum des Vortrags standen sogenannte Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses – Zellveränderungen am Gebärmutterhals, die meist durch HPV-Viren verursacht werden. Ohne Behandlung können sich diese Veränderungen im Laufe der Zeit zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Umso wichtiger ist es, frühzeitig wirksame und zugleich schonende Therapien einzusetzen.

Schonende Therapie als Alternative zur Operation

Seit rund acht Jahren werden diese Veränderungen am LKH Feldkirch mit einer lokalen Behandlung mittels Trichloressigsäure therapiert. Die Ergebnisse sind äußerst vielversprechend: In bis zu 80 % der Fälle konnte eine vollständige Heilung erreicht werden. Für viele Patientinnen bedeutet das, dass sie keine Operation benötigen – und somit auch keine Narkose, keinen Krankenhausaufenthalt und kein erhöhtes Risiko für Komplikationen in Kauf nehmen müssen.

Langjährige Erfahrung und nachhaltige Ergebnisse

Die bisherigen Beobachtungen umfassen Patientinnen, deren Behandlung bereits drei bis sieben Jahre zurückliegt. Dabei zeigt sich, dass der Therapieerfolg langfristig anhält. Die Behandlung selbst ist gut verträglich und verursacht in der Regel lediglich ein kurzzeitiges, leichtes Ziehen, vergleichbar mit Regelschmerzen.

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Austausch mit führenden Expert

Neben dem fachlichen Input bot die Tagung auch Gelegenheit zum Austausch mit renommierten Spezialisten. Besonders hervorzuheben sind dabei Prof. DDr. Johannes Huber, einer der bekanntesten gynäkologischen Endokrinologen Österreichs und Prof. Paul Speiser, der die ersten Erfahrungen mit der Trichloressigsäure-Therapie in Österreich gesammelt hat.

Fazit

Die lokale Behandlung von Vorstufen des Gebärmutterhalskrebses mit Trichloressigsäure stellt eine effektive und schonende Alternative zur operativen Therapie dar. Sie zeigt, wie innovative Ansätze dazu beitragen können, die Belastung für Patientinnen zu reduzieren und gleichzeitig nachhaltige Behandlungserfolge zu erzielen.