Viele Frauen erleben es: Nach Geburten, in den Wechseljahren oder wenn das Gewebe im Laufe der Jahre an Spannkraft verliert, kann die Kontrolle über die Blase schwächer werden. Der Alltag wirkt unsicher, Sport wird vermieden und vieles richtet sich nach Inkontinenzeinlagen.
Doch belastungsbedingte Inkontinenz muss kein Dauerzustand sein. Neben bewährtem Beckenbodentraining gibt es inzwischen moderne, sanfte Methoden, die genau dort ansetzen, wo konservative Maßnahmen allein oft nicht ausreichen. Eine besonders vielversprechende Alternative ist die vaginale Lasertherapie, die sich vor allem für Frauen mit leichten oder beginnenden Beschwerden eignet.
Der Beckenboden ist ein komplexes System aus Muskeln und Bindegewebe. Durch Training lässt er sich stärken – doch oft liegt die Ursache der Inkontinenz tiefer: Die vordere Scheidenwand und das stützende Bindegewebe haben an Festigkeit verloren.
Genau hier setzt die Lasertherapie an. Sie stärkt die innere Gewebestruktur dort, wo Training allein keinen Effekt erzielt. Viele Patientinnen empfinden die Kombination aus gezielten Übungen und Lasertherapie als besonders hilfreich.
Die vaginale Laserbehandlung erfolgt nicht-invasiv und ohne Gewebeentnahme. Sanfte, kontrollierte Wärme stimuliert das Gewebe, wodurch:
Dadurch erhält die Harnröhre wieder besseren Halt – und der Urinverlust kann sich deutlich reduzieren. Moderne Systeme arbeiten sehr schonend: Die Oberfläche bleibt unverletzt, Ausfallszeiten entstehen nicht.
Vor einer Laserbehandlung findet zunächst ein Beratungsgespräch und eine kurze Untersuchung statt. Die eigentliche Behandlung erfolgt ambulant und wird in der Regel als angenehm empfunden. Nach der Sitzung ist normalerweise keine längere Erholungszeit nötig, lediglich in den ersten Tagen sollte auf Tampons und Geschlechtsverkehr verzichtet werden.
Eine Sitzung dauert rund 5 Minuten. Für optimale Ergebnisse werden meist 3–4 Behandlungen empfohlen.
Beobachtungsstudien und Praxiserfahrungen zeigen, dass viele Frauen – besonders bei leichter bis mittelgradiger Stressinkontinenz – deutliche Verbesserungen erfahren. Häufig berichten sie über weniger oder keinen Urinverlust, mehr Sicherheit im Alltag und beim Sport sowie ein gestärktes Körpergefühl.
In Studien erreichen bis zu 70 % der Frauen wenige Monate nach Abschluss der Behandlung eine deutliche Linderung oder sind sogar beschwerdefrei. Die Wirkung kann individuell variieren, abhängig von Bindegewebe, Ausgangssituation und begleitendem Beckenbodentraining.
Die Methode eignet sich besonders für Frauen mit leichter bis mittelgradiger Stressinkontinenz, bei ersten Symptomen nach der Geburt oder beginnender Bindegewebsschwäche. Auch Patientinnen, die eine schonende, nicht-operative Option bevorzugen oder für die klassische operative Verfahren noch nicht infrage kommen, können von der Behandlung profitieren.
Im Frauengesundheitscenter steht eine individuelle Beratung, moderne Methoden und sichere Betreuung im Vordergrund. Prim. DDr. Abendstein verbindet langjährige urogynäkologische Erfahrung mit innovativen Behandlungsmöglichkeiten wie der vaginalen Lasertherapie. Gemeinsam wird geprüft, ob diese Methode sinnvoll ist und welche weiteren Maßnahmen die Beckenbodengesundheit nachhaltig stärken können.
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