September – Aufklärung über gynäkologische Krebserkrankungen

Frau mit Krebs, die sich ein Tuch auf den Kopf zieht

Der September steht jedes Jahr im Zeichen eines wichtigen Themas: der Aufklärung über gynäkologische Krebserkrankungen. Dazu zählen Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterkrebs, Vaginalkrebs und Vulvakrebs – also Tumoren, die ausschließlich die weiblichen Fortpflanzungsorgane betreffen.

 

Auch wenn jede dieser Erkrankungen unterschiedliche Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten hat, verbindet sie eines: Je früher sie erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen.

Warum Vorsorge so entscheidend ist

Viele gynäkologische Krebserkrankungen machen sich anfangs kaum bemerkbar. Die Symptome sind oft unspezifisch – etwa anhaltende Bauchschmerzen, Völlegefühl oder Zwischenblutungen. Solche Beschwerden können harmlos sein, sollten aber dennoch ärztlich abgeklärt werden.

 

In Österreich haben Frauen den Vorteil, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen zu können. Dazu zählen:

 

  • Pap-Abstrich oder HPV-Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
  • Gynäkologische Untersuchung, um Veränderungen an Gebärmutter oder Eierstöcken sichtbar zu machen
  • HPV-Impfung, die bereits im jungen Alter empfohlen wird und einen sehr wirksamen Schutz vor Gebärmutterhalskrebs bietet

 

Diese Maßnahmen sind einfach und können Leben retten.

Die fünf gynäkologischen Krebserkrankungen im Überblick

  • Gebärmutterhalskrebs: Entsteht meist durch bestimmte Typen des Humanen Papillomavirus (HPV). Dank Vorsorge und Impfung ist er heute viel seltener als früher. Bei entsprechender Annahme der Impfung könnte diese Krebsart überhaupt verschwinden.

 

  • Eierstockkrebs: Entwickelt sich oft unbemerkt, da die Symptome unspezifisch sind. Bei länger anhaltendem Völlegefühl oder Bauchbeschwerden sollte man aufmerksam werden.

 

  • Gebärmutterkrebs: Betrifft meist Frauen nach den Wechseljahren. Wichtigstes Warnsignal ist eine Blutung nach der Menopause.

 

  • Vaginalkrebs und Vulvakrebs: Selten, aber nicht weniger ernst. Mögliche Anzeichen sind Hautveränderungen, Juckreiz oder Blutungen. Auch dieser Krebs kann durch eine HPV-Impfung verhindert werden.

Gebaermuttermodell aus Blumen

Behandlung und Unterstützung

Die Therapie richtet sich nach der Art und dem Stadium der Erkrankung. Sie kann eine Operation, Chemo- oder Strahlentherapie beinhalten, manchmal auch moderne, gezielte Behandlungen. Neben der medizinischen Therapie ist auch die seelische Begleitung sehr wichtig.

 

Im Frauengesundheitscenter legen wir großen Wert auf eine umfassende Begleitung unserer Patientinnen. Dazu gehören eine sorgfältige Diagnostik sowie transparente Informationen über mögliche Therapieoptionen und operative Verfahren.

Was kann man selbst für die Gesundheit tun?

  • Kostenlose Vorsorgeangebote regelmäßig in Anspruch nehmen.
  • Die HPV-Impfung zählt zu den effektivsten Schutzmaßnahmen und wird daher im Rahmen der Vorsorge empfohlen.
  • Veränderungen am Körper ernst nehmen und ärztlich abklären lassen.
  • Bei Unsicherheiten gilt: eine ärztliche Untersuchung lieber einmal zu viel als zu spät.

Gesundheit in die eigene Hand nehmen

Der September erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die eigene Gesundheit in den Blick zu nehmen. Jede Frau kann aktiv etwas für ihre Vorsorge tun – und damit für ihre Zukunft.

 

Wir im Frauengesundheitscenter unterstützen euch dabei mit Erfahrung, Einfühlungsvermögen und Fachwissen.

Frau mit Krebserkrankung sitzt lachend auf einem Stuhl