Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur und zählen zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Schätzungen zufolge entwickeln 40–60 % aller Frauen im Laufe ihres Lebens Myome – viele bleiben jedoch symptomlos Eine bösartige Entartung ist sehr selten; Gebärmutter¬sarkome entstehen in der Regel unabhängig von bestehenden Myomen.
Bekannt ist, dass Myome hormonabhängig wachsen. Insbesondere die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron fördern ihr Wachstum. Daher treten Myome meist während der fruchtbaren Lebensphase auf und bilden sich nach den Wechseljahren manchmal etwas zurück. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle – treten Myome in der Familie gehäuft auf, ist das eigene Risiko erhöht.
Je nach Lage in oder an der Gebärmutter unterscheidet man:
Die Lage des Myoms beeinflusst maßgeblich die Beschwerden.
Ob ein Myom den Kinderwunsch beeinträchtigt, hängt vor allem von seiner Lage und Größe ab. Besonders submuköse Myome können die Einnistung einer befruchteten Eizelle erschweren oder das Risiko für Fehlgeburten erhöhen. In vielen Fällen ist jedoch eine Schwangerschaft trotz Myomen problemlos möglich. Eine individuelle ärztliche Beratung ist hierbei entscheidend.
Die Diagnose erfolgt meist durch eine gynäkologische Untersuchung und einen Ultraschall. Bei unklaren Befunden oder zur genauen Planung einer Therapie kann ergänzend eine MRT-Untersuchung oder hysteroskopische/laparoskopische Abklärung durchgeführt werden.
Nicht jedes Myom muss behandelt werden. Entscheidend sind Beschwerden, Größe, Lage und die persönliche Lebenssituation der Betroffenen.
Myome sind eine sehr häufige, meist harmlose Erkrankung, die jedoch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Dank moderner Diagnostik und vielfältiger Therapieoptionen stehen heute zahlreiche schonende Behandlungsformen zur Verfügung. Alle Behandlungsoptionen können bei uns mit Ihnen besprochen und auf höchstem medizinischen Standard durchgeführt werden.
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