Vom 15. bis 20. März 2026 fand in Hintertux das 11. Alpenseminar für Gynäkologie und Geburtshilfe statt. Organisiert vom LKH Feldkirch unter der Leitung von Prim. DDr. Burghard Abendstein richtete sich die Veranstaltung an Fachärztinnen und Fachärzte sowie Ärztinnen und Ärzte in Ausbildung und verband strukturierte Fortbildung mit intensivem fachlichem Austausch.
Das Alpenseminar ist bewusst als interaktives Format konzipiert. Anstelle klassischer Frontalvorträge stehen Workshops, Diskussionen und der kollegiale Austausch im Mittelpunkt. Ziel ist es, aktuelle Themen der Gynäkologie und Geburtshilfe praxisnah zu beleuchten und gemeinsam Lösungsansätze für den klinischen Alltag zu entwickeln.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Austausch zwischen Klinik und niedergelassenem Bereich, um unterschiedliche Perspektiven zu verbinden und voneinander zu profitieren.
Das Programm deckte ein breites, klinisch relevantes Spektrum ab. Im Bereich der operativen Gynäkologie standen insbesondere die kritische Bewertung von Indikationen sowie die Sicherheit und Qualität operativer Techniken im Vordergrund. Ergänzend wurde diskutiert, wie sich operative Standards künftig entwickeln und welche Eingriffe langfristig im Fach verbleiben werden.
Ein weiterer zentraler Schwerpunkt lag auf dem Thema HPV. Neben aktuellen Fragestellungen zur Impfstrategie wurden Aspekte wie Fertilität, Nutzen der Impfung in verschiedenen Altersgruppen sowie neue Leitlinien praxisnah behandelt.
In der gynäkologischen Onkologie stand die differenzierte Therapieentscheidung im Fokus. Die Abwägung zwischen Deeskalation und Eskalation wurde anhand konkreter Krankheitsbilder diskutiert – mit dem Ziel, Über- und Untertherapie zu vermeiden und gleichzeitig eine optimale Patientinnenversorgung sicherzustellen. Dies wurde unter anderem auch im Kontext des Mammakarzinoms vertieft.
Ergänzend wurden praxisrelevante Themen wie Endometriose und deren Beratung, die Optimierung der vaginalen Sonographie sowie urogynäkologische Fragestellungen behandelt. Auch die Pränatalmedizin nahm einen wichtigen Stellenwert ein, insbesondere im Hinblick auf diagnostische Sicherheit und klinische Entscheidungsfindung.
Mein besonderer Dank gilt allen Referentinnen und Referenten für ihre fachlich fundierten Beiträge sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die engagierten Diskussionen und den offenen Austausch.
Ebenso danke ich unseren Sponsoren und Unterstützern. Ihre Unterstützung ist eine wesentliche Grundlage für die erfolgreiche Durchführung dieser Fortbildung und trägt maßgeblich zur kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Fachgebiets bei.
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